String Quartet No. 2, "The Helvetic"

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Composer
Difficulty
Difficult (Grades 7+)
Duration
14 minutes
Genre
Classical music
License details
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Das Streichquartett Nr. 2, »Das Helvetische«, entstand im Sommer 2010 im Auftrag des Carmina Quartetts und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Das Werk hat vier kurze Sätze, die alle auf rhythmischen und melodischen Elementen der Schweizer Volksmusik beruhen.

1. Satz: »Allegro« Der »Schottisch«, entstanden aus der Ecossaise des 18. Jahrhunderts, ist bis heute einer der meistgespielten Tanzrhythmen in der Schweiz. Eine besondere, humoristische Art der Melodiebildung im Schottisch-Rhythmus hat sich in der Ostschweiz im Kanton Appenzell entwickelt. Repetitive kurz gespielte Achtel auf einem Ton sollen das Gackern eines Huhns nachahmen, so auch beim traditionellen »Innerrhoder Gaggerli«. 

Auf dieser scherzhaften, traditionellen Motivik beruht der erste Satz »Allegro«. Das »Gackern« findet sich bereits in Takt 6-11 in der ersten Geige, um dann immer wieder in neuen Facetten zu erscheinen. Die meisten traditionellen Schottische sind dreiteilig, wobei der dritte Teil, das Trio, oft eine gesangliche Melodie aufweist. Mit der kurzen elegischen Melodie, die erstmals im Takt 23 der ersten Geige auftaucht, wird ein solches Trio angedeutet. Der Schottisch-Rhythmus im 2/4-Takt wird in der Schweizer Tradition mit kurzen Basstönen auf die betonten Zeiten und einem Akkord als Nachschlag begleitet. Rhythmische Spielereien aus dieser Begleitart heraus ziehen wie ein roter Faden durch den ganzen Satz.

2. Satz »Adagio« Dieser Satz beruht auf dem traditionellen Tessiner Schlaflied »Dormi, dormi bel bambin«.  Er beginnt mit einer mystischen Abendstimmung. Während zweite Geige, Bratsche und Violoncello in ruhigen Akkorden dahinfliessen, erklingt in der ersten Geige ein Abstieg in grossen Intervallsprüngen, die an einen Naturjodel erinnern. Der bekannte Schweizer Volksmusik-Sammler A.L. Gassmann vertrat die These, dass die grossen Intervallsprünge im Jodel, aber auch in der Tanzmusik ein Abbild des gebirgigen Horizontes seien. Wenn man überhaupt von »Typischem« einer schweizerischen Musiksprache sprechen darf, so sind solche Intervallsprünge am ehesten ein auffallendes Merkmal, sowohl im Gesang als auch in der Tanzmusik. 

Fragmentarisch erscheint die Melodie des Schlafliedes bereits im Takt 6 in der ersten Geige und dann immer deutlicher ab Takt 21, bis sie schliesslich im Takt 72 in ganzer Länge vorgestellt wird. Der Satz klingt mit dem ruhigen Teil des Anfangs aus.

3. Satz: »Moderato« Das »Jüüzli«, wie eine spezielle Form des Naturjodels im Muotathal genannt wird, ist in seiner Archaik einzigartig. Die ganz eigenen Melodien werden auf der Naturtonreihe gesungen. (Etwas, das klassisch geschulte Sänger nur schwer zustande bringen.) Die ganz eigene Melodik und Tonalität der Naturtöne klingt auch für Schweizer immer wieder exotisch. In der Muotathaler Tanzmusik wurde diese Tonalität mit der erhöhten »falschen« Quarte, dem sog. »Alphorn-Fa«, und mit dem Verwenden der lydischen Tonskala imitiert (da die Schwyzerörgeli temperiert gestimmt sind), also z.B. in C-Dur mit Fis statt F.

Dieser »falsche« Ton wurde ein wichtiges Stilmerkmal der Muotathaler Musik. Im dritten Satz erklingen solche nachempfundenen »Jüüzli« auf einem glockenartigen Klangteppich. Abgelöst werden sie durch kurze Einwürfe aus einem Ländler – in der Schweiz ein schneller 3/4-Takt mit vielen Achtelbewegungen, eingeführt mit der für den Ländler typischen Einleitung (Takt 30-32). Der Ländler wird allmählich immer wilder und führt dann zurück zum Glockenteppich und der »Jüüzli-Melodie«, die diesmal in schwindel-erregender Höhe erklingt. Ein weiterer kurzer Ländlerteil beschliesst den Satz und führt attacca in den vierten Satz.

4. Satz: Rondo - Presto Ein grosser Teil der traditionellen Schweizer Tanzmusik ist dreiteilig, und meistens sind die ersten beiden Teile rhythmisch geprägt, während der dritte Teil eher gesanglich daherkommt. Die übliche Spielfolge ist ABAC, die dann je nach Stimmung zwei-, dreimal wiederholt wird. Dadurch ergibt sich bereits eine Art Rondoform. 

Eine Tanzart, die in der Schweiz im 19. Jahrhundert sehr beliebt war, aber dann etwas in Vergessenheit geriet, ist der Galopp. Heutige Musikanten spielen den Galopp in rasantem Tempo und brillieren mit Virtuosität. Typische Elemente des Galopps bilden die Grundlage für den vierten Satz. Wie im ersten Satz ist auch hier in Takt 139 ein elegisches »Trio« angedeutet und noch ausgeprägter ab Takt 213. Beim Galopp ist der Trio-Teil oft in Viertelbewegungen gehalten. Um den typischen Galopp-Charakter zu treffen, spielt die Phrasierung in diesem Satz eine entscheidende Rolle.

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